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Studie: Amerikanische Onlinehändler wollen nach Deutschland

Viele Firmen wollen bis 2021 in den Markt eintreten.


Deutschland ist der wichtigste europäische Zukunftsmarkt für US-amerikanische Marken bei der Ausweitung ihrer E-Commerce-Geschäfte. Das ergibt die Studie „Internationalizing Your Brand in 2017“ der Agentur Worldwide Business Research Digital im Auftrag von Arvato. Die Meinungsforscher befragten im zweiten Quartal 2017 insgesamt 200 Entscheidungsträger in US-Unternehmen nach ihren Strategien in Europa. Demnach plant rund ein Drittel der führenden US-amerikanischen E-Commerce-Händler in den kommenden vier Jahren den Markteintritt in Deutschland. Auch die Benelux-Länder sowie Frankreich und Italien sind für jeweils 22 Prozent der befragten Marken Top-Ziele.

Großbritannien als Sprungbrett

96 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Großbritannien als Sprungbrett nach Europa. Dabei dürfte laut Arvato die gleiche Sprache eine wichtige Rolle spielen. 85 Prozent haben sogar Filialen in Großbritannien. In den kontinentaleuropäischen Top-Märkten Deutschland, Frankreich und Italien sind jeweils mehr als drei Viertel der befragten US-Marken mit eigenen Webshops oder auf Marktplätzen vertreten, Filialen sind deutlich seltener. Schlusslichter sind Tschechien, Portugal und die Türkei.

Plattform oder Webshop?

Zwar sind auch in diesen Ländern mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen im Onlinehandel vertreten. Über die Hälfte der Anbieter nutzt hier allerdings ausschließlich Marktplatz-Plattformen und verzichtet auf selbst programmierte Webshops. In den großen Märkten setzen dagegen rund acht von zehn befragten Unternehmen online auf einen Mix aus den beiden Vertriebskanälen. „Dies hängt aber auch immer von den nationalen Gewohnheiten ab – in Deutschland etwa wurden im vergangenen Jahr rund 50 Prozent aller E-Commerce-Transaktionen über Marktplatz-Plattformen abgewickelt, sodass dieser Vertriebsweg hierzulande unverzichtbar ist“, erklärt Frank Schirrmeister, Geschäftsführer bei Arvato SCM Solutions.

Omnichannel ist wichtig

Bei den Services gilt vor allem das Omnichannel-Konzept vielen Entscheidern als Schlüssel für ihre europäische Expansion. Die konkreten Leistungen werden aber unterschiedlich stark gewichtet. Online-Checks, ob der gewünschte Artikel in der Filiale vorrätig ist, werden von 61 Prozent der befragten Unternehmen als besonders wichtig angesehen. Auch die Möglichkeit, die nächstgelegene Filiale zu finden, hat mit 57 Prozent eine hohe Priorität. Weniger wichtig ist eine Rückgabemöglichkeit in der Filiale, sie wird nur von weniger als 20 Prozent als entscheidend für den Erfolg in Europa angesehen.

Unterschiedliche Vorlieben bei der Bezahlung

Europa birgt allerdings Herausforderungen, die es in den USA nicht gibt. Der europäische Kontinent besteht aus rund 50 Staaten – mit jeweils eigenen Sprachen, gesetzlichen Vorgaben. In jedem Land haben die Kunden auch eigene Einkaufs- und Zahlungsvorlieben. „Für jedes Land muss ein eigener Mix entwickelt werden. Jeder dritte Onlinekunde der DACH-Region bevorzugt den Rechnungskauf. In Deutschland werden bis zu 40 Prozent mit PayPal bezahlt, während in Schweden fast jeder zehnte Bezahlvorgang schon über E-Wallets abgewickelt wird“, erklärt Frank Kebsch, Geschäftsführer von Arvato Financial Solutions. Alle befragten US-Unternehmen bieten Kreditkartenzahlung an, auch der Rechnungskauf sowie PayPal sind fast überall zu finden. Noch nicht durchgesetzt haben sich Angebote wie ApplePay oder Samsung Pay, die bislang nur 39 Prozent der befragten US-Unternehmen in Europa anbieten. Allerdings sagen 46 Prozent, dass die Dienste in Zukunft angeboten werden sollen.

Über Arvato

Arvato ist ein Outsourcing-Spezialist und gehört zur Bertelsmann SE & Co. KGaA mit Sitz in Gütersloh. Der Geschäftsbereich SCM Solutions bietet Dienstleistungen im Bereich Supply Chain Management und E-Commerce an und hat 14.000 Mitarbeiter. Der Geschäftsbereich Financial Solutions bietet global Finanzdienstleistungen an und beschäftigt 10.000 Mitarbeiter.


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